Dry January - einen Monat ohne Alkohol

Von der Branntweinpest über die Gin-Epidemie zum Dry January

Der Dry January ist eine immer größer werdende Bewegung in der viele Menschen einen Monat auf Alkohol verzichten. Weltweit schließen sich immer mehr Menschen an. Der Dry January ist eine schöne Gelegenheit zu detoxen, seiner Gesundheit etwas Gutes zu tun und achtsamer mit Alkohol umzugehen oder generell seinen Konsum zu hinterfragen. Ursprünglich stammt der Begriff aus Großbritannien.

Warum entscheiden sich Menschen für einen Dry January?

Viele Menschen suchen nach dem richtigen Umgang mit Alkohol. Manche müssen sich aus gesundheitlichen Gründen damit auseinander setzten. Andere wiederum hinterfragen ihren Alkoholkonsum. Gerade nach den festlichen Feiertagen im Dezember, bei denen in der Regel viel Alkohol getrunken wird, oftmals üppiges Essen auf dem Teller landet und die Lebkuchenpackung leer ist, entscheiden sich viele Menschen für einen gesunden Start ins neue Jahr, oft auch ohne Alkohol. Das neue Jahr beginnt mit einem Detox-Monat.

Woher kommt der Dry January?

Die Branntweinpest und Gin-Epidemie

Die erste Form einer organisierten Enthaltsamkeitsbewegung in Deutschland kann man wohl auf die Branntweinpest zurückführen. Anfang des 19. Jahrhunderts stieg, nachdem sich die Kartoffel als Grundnahrungsmittel etabliert hatte auch der Alkoholkonsum. Die Kartoffel konnte als günstiges Produkt für die Schnapsbrennerei verwendet werden. Leichtere alkoholische Getränke, wie Wein, Bier oder Met gab es bereits, aber gerade in den ärmeren Vierteln wurde der günstigere Kartoffelschnaps fast schon zum Grundnahrungsmittel. Zu diesem Zeitpunkt war Bier gesünder als Wasser, da dieses stark verkeimt und verschmutzt war. Die darin enthaltenen Krankheitserreger wurden jedoch beim Bierbrauen abgetötet und so war Bier gesundheitlich unbedenklicher als Wasser und in der breiten Masse etabliert. Selbst Kinder tranken Bier. Mit Einführung hochprozentiger Alkoholika entwickelte sich im Laufe der nächsten Jahre  ein starker Alkoholkonsum, der gerade in den unteren Bevölkerungsschichten zum Tragen kam und völlig aus dem Ruder lief. Die ärmeren Bevölkerungsschichten konsumierten Alkohol um ihre schlechten Lebens- und Arbeitsbedingungen zu ertragen. Alkohol wurde zum sozialen Problem und zur Seuche. Die Kriminalität stieg, die Arbeitsmoral sank und Familien entzweiten sich. Alkohol wurde zum ersten Mal zum gesellschaftlichen Problem. Der erste Suff im Kollektiv. Ähnliches spielte sich in Großbritannien ab, wo Gin immer populärer wurde. Die Antwort darauf, war die Gründung erster Verbände, die Enthaltsamkeit und Nüchternheit forderten.

Die Ursprünge des Dry January

Der Dry January wurde ebenfalls von einer gemeinnützigen Organisation ins Leben gerufen. Der Alcohol Change UK in Großbritannien, die den alkoholfreien Januar promotet und verbreitet. Auch in Deutschland gibt es hierzu eine Kampagne vom Blauen Kreuz, die am 01.01.2024 startet. Ihr könnt aber über Social Media (dryjanuaryde) der Kampagne bereits jetzt folgen. 

Was bringt der Dry January?

Ein Dry January kann so einige Vorteile mit sich bringen. Lest hierzu auch gerne unseren Artikel 10 gute Gründe, um nüchtern zu bleiben.

  • Bessere Schlafqualität: Alkohol beeinflusst den Schlaf negativ. Durch den Verzicht auf Alkohol im Januar kann sich die Schlafqualität deutlich verbessern.
  • Verbesserung der körperlichen Gesundheit: Der Verzicht auf Alkohol kann zu einer besseren Leberfunktion, einem gesünderen Herz-Kreislauf-System und einer allgemeinen Stärkung des Immunsystems führen.
  • Steigerung der geistigen Klarheit: Alkohol beeinträchtigt die Konzentration und kognitive Fähigkeiten. Ein Dry January kann zu einer verbesserten geistigen Klarheit und einem besseren Fokus führen.
  • Neue Hobbys und Interessen: Wenn man den Alkohol weglässt, hat man plötzlich mehr Zeit und Energie für andere Aktivitäten. Viele Menschen entdecken während ihres Dry January neue Hobbys oder Interessen.

Tipps und Tricks für deinen Dry January

  1. Bereite dich vor und verbanne jeglichen Alkohol der dich verführen könnte
  2. Hol dir leckere Alternativen, z. B. bei uns :) passende Rezept findest du hier.
  3. Überlege dir, wie du Situationen, in denen du normalerweise Alkohol trinken würdest anders bewältigst
  4. Hinterfrag deine Routinen und bereite dich vor, oftmals wird uns jetzt erste bewusst wie tief verankert Alkohol in unserem Alltag ist.
  5. Versuche den Stress in deinem Leben zu minimieren und konzentriere dich ganz auf dich selbst und dein Ziel
  6. Gemeinsam ist man stärker - animiere deine Freunde mitzumachen
  7. Klare Ziele stärken deine Motivation
  8. Versuche ausreichend zu schlafen
  9. Gönn dir etwas, um dich für deine ersten kleinen Erfolge zu belohnen
  10. Überlege dir, was du mit dem gesparten Geld machst
  11. Und zu guter Letzt: Hab Spaß dabei!

 

Fazit

Der Dry January ist eine gute Möglichkeit, den eigenen Alkoholkonsum zu reflektieren, die Gesundheit zu verbessern und neue Gewohnheiten zu etablieren. Es ist jedoch wichtig, dass jeder Mensch seine eigenen Grenzen kennt und auf seinen Körper hört. Wenn du dich für einen Dry January entscheidest, sei stolz auf dich und genieße die positiven Veränderungen, die dieser Monat mit sich bringt.

Auch darüber hinaus kannst du deine neuen Gewohnheiten vielleicht im Alltag fortführen.

...und denk immer daran, mit jedem einzelnen Tag wird es leichter neue Gewohnheiten zu etablieren :)

...und sei immer maximal stolz auf dich und feier dich selbst für dein Durchhaltevermögen. Sei aber nicht zu streng mit dir, wenn mal ein Tag daneben geht, wird der nächste bestimmt besser.

Deine

Desiree